Wir möchten unsere Bewohnerinnen und Bewohner in die Lage versetzen sich selbst als Handlungszentrum ihres eigenen Lebens zu sehen (Empowerment). Sie sollen in die Lage versetzt werden, aktiv soziale Beziehungen ausserhalb des Wohnheims aufzubauen (soziale Inklusion). Grundlage hierfür sind Vertrauen und Hoffnung auf Besserung der Lebenssituation (Recovery). Hindernisse wie Motivationslosigkeit, Ambivalenzen und Widerstände bearbeiten wir gemeinsam (Motivational Interviewing). Wir beraten und begleiten sie professionell (Coaching).

 

Das folgende Leitbild bezieht sich auf die Theorienbildung folgender Autoren:

 

  • A. Antonovski, Konzept der Salutogenese
  • S. de Shazer, Konzept der Lösungs- und Ressourcenorientierung
  • C. Rogers: Konzept der Personenzentrierung

 

Dieses Leitbild soll uns helfen eine gemeinsame Grundhaltung zu leben und in Konflikten zur Lösung beizutragen. Es ist Bestandteil des Pflichtenheftes. Grundsätzlich gehen wir von einem  humanistischen Menschenbild aus ( C.Rogers).

  • Unser professionelles Handeln hat die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohnerinnen zum Ziel.
  • Wir betrachten die psychischen Behinderungen und Beeinträchtigungen als prozesshaftes und veränderbares Erleben und Verhalten. Die für uns erfahrbaren Symptome und Verhaltensauffälligkeiten  sind zum Zeitpunkt unserer Wahrnehmung die einzig mögliche Bewältigungsform für die KlientInnen. Wir akzeptieren dieses Verhalten und Erleben vollumfänglich.
  • Grundsätzlich bieten wir unseren KlientInnen keine Lösungen für ihre Probleme und Konflikte an, sondern betreuen und begleiten sie so, dass sie selber Lösungen für ihre Probleme und Konflikte finden. Wir gehen davon aus, dass die BewohnerInnen mit unserer Betreuung  wissen und erfahren werden, was ihre Lebensqualität verbessern könnte. Wir wertschätzen und akzeptieren diese Lösungen.
  • Unser Augenmerk in der Kommunikation ist hauptsächlich auf die Fähigkeiten, Kompetenzen und Ressourcen unserer KlientInnen gerichtet. Wir sind grundsätzlich optimistisch.
  • Wir organisieren  unser Miteinander mit so wenigen Strukturen wie möglich. Die gilt sowohl für personalbezogene Managementprozesse als auch für die Hausregeln.
  • Nicht wir definieren die Hausregeln, sondern die BewohnerInnen mit unserer Unterstützung.
  • Wir sehen unser Handeln immer als Teil eines Hilfesystems. Wir vernetzen uns aktiv unter Zuhilfenahme moderner Kommunikationsmittel.
  • Wir sind uns jederzeit bewusst, dass wir uns als  professionelle BetreuerInnen temporär im privaten Lebensraum der BewohnerInnen aufhalten. Wir bieten unsere Dienstleistung bei ihnen zu Hause an.
  • Unser Miteinander ist sowohl gegenüber den BewohnerInnen echt, kongruent und transparent als auch untereinander. Wir sind uns bewusst, dass wir Vorbilder sind.
  • Wir leben eine angstfreie Fehlerkultur.
  • Wir strukturieren unsere Organisation so, dass wir dem persönlichen Gespräch mit den BewohnerInnen immer den Vorrang vor administrativen Arbeiten geben können.
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